{"id":7,"date":"2022-10-17T10:10:00","date_gmt":"2022-10-17T10:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ttb-kvb.de\/?p=7"},"modified":"2022-10-17T10:33:02","modified_gmt":"2022-10-17T10:33:02","slug":"single-post","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ttb-kvb.de\/?p=7","title":{"rendered":"Wichtige Etappe bei der digitalen Alarmierung geschafft"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Feuerwehren im Rettungsdienstbereich Coburg \u2013 also die Stadt und der Landkreis Coburg sowie die Landkreise Kronach und Lichtenfels \u2013 sind bei ihrer Alarmierung im digitalen Zeitalter angekommen. Nach gut einem Jahr der Planung und Umsetzung hat Manfred Lorenz (Coburg) als Leiter der eigens gegr\u00fcndeten landkreis\u00fcbergreifenden Projektgruppe im Landratsamt Coburg verk\u00fcnden k\u00f6nnen: \u201eDie Auslieferung der Pager an die Feuerwehren hat begonnen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erwartungen der Feuerwehren und Rettungsdienste an die digitale Alarmierung sind hoch. Ottmar Jahn (Lichtenfels), gemeinsam mit Manfred Lorenz an der Spitze der Projektgruppe, zeigte sich froh dar\u00fcber, dass demn\u00e4chst alle Beh\u00f6rden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in einem einheitlichen System unterwegs sind. Den Digitalfunk zeichnet unter anderem aus, dass er \u2013 im Gegensatz zum bislang im Einsatz verwendeten analogen Funk \u2013 absolut abh\u00f6rsicher ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber er bringt auch f\u00fcr die Integrierte Leitstelle und die Einsatzkr\u00e4fte vor Ort gro\u00dfe Vorteile: Gerade bei Gro\u00dfschadensereignissen kann es laut Ottmar Jahn mit der analogen Technik bis zu mehrere Minuten dauern, ehe alle ben\u00f6tigten Einsatzkr\u00e4fte ihre Alarmierung bekommen haben. Mit dem Digitalfunk ist das nun eine Sache von Sekunden, bis alle Pager nicht nur einen Alarmton von sich geben, sondern bereits erste wichtige Informationen zum Einsatz anzeigen. Zeit wird&#8217;s f\u00fcr eine solch moderne Technik, sagte Sebastian Straubel als Vorsitzender des Zweckverbandes f\u00fcr Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung: \u201eDie digitale Alarmierung tr\u00e4gt dazu bei, dass unseren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern im Notfall noch schneller und zielgerichteter geholfen werden kann.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitalen Pager beschrieb Peter Puff (Coburg) als \u201ekleines Smartphone&#8220;. Klar: Nat\u00fcrlich ohne die M\u00f6glichkeit, damit telefonieren zu k\u00f6nnen \u2013 aber daf\u00fcr extrem einfach in der Handhabung. Bei den Motorola-Ger\u00e4ten, die einheitlich f\u00fcr den gesamten Rettungsdienstbereich angeschafft werden, reichen sechs Tasten aus, um s\u00e4mtliche Funktionen zu bedienen. Knapp \u00fcber 5000 Pager im Gesamtwert von rund drei Millionen Euro sind im Rahmen einer landesweiten Ausschreibung f\u00fcr das Gebiet der drei Landkreise, die Stadt Coburg sowie die Integrierte Leitstelle bestellt worden.<br>Bis die rund 600 Euro teuren Endger\u00e4te bei allen Feuerwehren und Hilfsorganisationen angekommen sind, kann es aber noch ein bisschen dauern. Manfred Lorenz hat vom Hersteller signalisiert bekommen, dass die urspr\u00fcnglich vorgesehenen 10 bis 14 Wochen bei der Lieferzeit wohl nicht zu halten sein werden. Finanziert werden die Pager f\u00fcr den Digitalfunk zu 80 Prozent vom Freistaat Bayern, bei den Feuerwehren \u00fcbernehmen den Rest die Kommunen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nach den Pagern kommen die Sirenen<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben den Feuerwehren f\u00fchren auch das BRK, der ASB, die Wasser- und Bergwachten, die DLRG sowie das Technische Hilfswerk den digitalen Funk ein. Tobias Eismann vom BRK-Kreisverband Lichtenfels berichtete, dass auch f\u00fcr sie bereits die Bestellungen auf den Weg gebracht worden sind. Die Finanzierung l\u00e4uft dabei sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend die Wasserrettungs-Organisationen die Endger\u00e4te \u00fcber ihre Organisationen selbst bezahlen, \u00fcbernehmen beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Rettungsdienst die Krankenkassen sowie beim THW die Bundesrepublik Deutschland die Anschaffungskosten. Schnell soll es mit der Einf\u00fchrung aber auch dort gehen, versicherte Eismann: \u201eWir gehen zeitnah von einer Inbetriebnahme aus.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum die Pager-Beschaffung abgeschlossen, wartet auf den Rettungsdienstbereich das n\u00e4chste Projekt in der digitalen Alarmierung. Die katastrophalen Folgen der Hochwasser-Ereignisse im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben bundesweit die Erkenntnis reifen lassen, dass der altgediente Alarmierungsweg \u00fcber die Sirene im Katastrophenfall immer noch sehr wichtig sein kann. Deshalb sollen die bestehenden Anlagen demn\u00e4chst ebenfalls f\u00fcr den Digitalfunk nachger\u00fcstet werden. Der staatliche Zuschuss hier: knapp \u00fcber 2000 Euro pro Sirene.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Feuerwehren im Rettungsdienstbereich Coburg \u2013 also die Stadt und der Landkreis Coburg sowie die Landkreise Kronach und Lichtenfels \u2013 sind bei ihrer Alarmierung im digitalen Zeitalter angekommen. 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